Wann lohnt sich ein Diesel?

„Ab 15.000 km lohnt sich Diesel“ – diese Faustregel stimmt längst nicht mehr immer. Was wirklich zählt, ist der Break-even aus deinen Zahlen.

Die vier Faktoren

  • Verbrauch: Diesel verbrauchen typischerweise 15–25 % weniger Kraftstoff als vergleichbare Benziner.
  • Kraftstoffpreis: Dieselkraftstoff ist an der Zapfsäule meist günstiger als Benzin – der Abstand schwankt aber.
  • Kfz-Steuer: Deutlich höher beim Diesel (9,50 € statt 2,00 € je angefangene 100 cm³ Hubraum).
  • Mehrpreis: Dieselmodelle kosten beim Kauf oft mehr. Dieser Betrag muss sich erst amortisieren.

Der Break-even: ein Beispiel

BenzinerDiesel
Verbrauch7,5 l/100 km5,5 l/100 km
Kraftstoffpreis (Beispiel)1,78 €/l1,66 €/l
Kosten pro 100 km13,35 €9,13 €

Ersparnis: rund 4,22 € pro 100 km. Bei 2.000 € Mehrpreis und 150 € höherer Jahressteuer amortisiert sich der Diesel bei 20.000 km im Jahr nach knapp drei Jahren. Bei 10.000 km dauert es doppelt so lange – oder nie, wenn du das Auto vorher verkaufst.

Was die Rechnung nicht zeigt

  • Mögliche Fahrverbote in Umweltzonen für ältere Diesel
  • Unterschiedlicher Wertverlust je nach Marktlage
  • Teurere Reparaturen (Partikelfilter, AdBlue-System) bei höherem Alter
  • Dein Fahrprofil: viel Kurzstrecke spricht gegen den Diesel, unabhängig vom Preis

Rechne deine konkrete Situation im Vergleichsrechner durch – mit deinen echten Verbräuchen und Preisen, nicht mit Durchschnittswerten.

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Häufige Fragen

Die Berechnung dient der Orientierung. Tatsächliche Kosten können je nach Fahrzeug, Nutzung, Region, Anbieter und individuellem Tarif abweichen.